Konzept der Ausstellung

Bilderträume. Die Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch

Die Nationalgalerie freut sich, erstmals die Privatsammlung des Berliner Sammlerehepaares Ulla und Heiner Pietzsch in der Neuen Nationalgalerie zu präsentieren. Seit über 30 Jahren sammelt das Ehepaar Pietzsch Werke mit Schwerpunkt auf den Surrealismus von Künstlern wie René Magritte, André Masson, Salvador Dalí, Paul Delvaux und Yves Tanguy aus ihren besten Schaffensperioden aber auch weniger bekannte Künstler des surrealistischen Umfeldes wie Leonor Fini, Pierre Roy oder Kurt Seligmann. Spitzenwerke von Max Ernst und Joan Miró werden im Zentrum der Ausstellung stehen. Von beiden Künstlern besitzt die Sammlung Pietzsch Werke, die die wichtigsten Jahre ihrer Laufbahn umfassen.

Während des Zweiten Weltkrieges emigrierten zahlreiche der Künstler nach Amerika und übten einen erheblichen Einfluss auf die dort ansässigen Kollegen aus. Die Sammlung Pietzsch bietet in einmaliger Weise die Möglichkeit, dieser künstlerischen Entwicklung zu folgen, die ihren Anfang im Paris der 1920er Jahre nimmt und von der New York School in den 1940er Jahren fortgeführt wird. Frühwerke von Jackson Pollock, Mark Rothko oder Barnett Newman zeigen die Wurzeln der später charakteristischen Formen ihrer Kunst auf. Gemeinsam mit Arbeiten anderer Künstler der New York School wie Arshile Gorky, Robert Motherwell, William Baziotes oder Richard Pousette-Dart ermöglicht auch dieser Schwerpunkt der Sammlung Pietzsch dem Publikum Einblick in eine richtungweisende Entwicklung der Kunstgeschichte, die so in der Nationalgalerie sonst nicht zu sehen ist.

Ein kraftvolles, gezeichnetes Selbstbildnis Frida Kahlos, deren Werke in keiner deutschen Museumssammlung vertreten sind, gehört zu den weiteren Highlights der Sammlung Pietzsch.

Porträtfotografien der ausgestellten Künstler, Zeitschriften und Publikationen der Zeit ergänzen die Ausstellung.